Dieser Blog ist wie unser Bürogarten, alles wächst durcheinander.
Schnellblüher, Immergrünes, ein paar edle Rosen, Vergissmeinnicht, fette Henne – und ärgerlicher Girsch.
Wir schreiben auf, was uns über den Weg läuft, uns erfreut, beschäftigt, nervt, wir witzig finden.


29.09.2021

Breakfast at Trinny's

Zwei Stunden mit Trinny Woodall – und der Tag ist gleich doppelt so schön. Freundlicher. Und irgendwie auch wärmer. Bei einem gemeinsamen Frühstück @tortue_hamburg ist die britische Make-up- und Mode-Expertin so natürlich und unprätentiös wie die Queen in ihren Privatgemächern. In London hat Trinny nach dem Verlassen ihrer Wohnung sofort fünf Paparazzi an ihren Hacken, in Hamburg fühlte sie sich an der Alster fast unbeobachtet. Nur wenige haben sie gespottet. Trinny Woodall ist ein Star, hatte auf BBC lange eine bekannte Make-over-Sendung. 2017 gründete sie ihre eigene Make-up Brand: Trinny London, eine handtaschenfreundliche, stapelbare Make-up-Range mit einer überwältigenden Farbauswahl. Auf ihrem Instagram-Account und ihrem Youtube-Channel folgen ihr Frauen zwischen Trinidad und Helgoland. Wenn sie live aus ihrem Ankleidezimmer erzählt, vor dem Spiegel findet „I look like shit this morning“ und das dann mit wenigen Handgriffen ändert. Ein bisschen von ihrem getönten „BFF De-Stress Serum“ als Basis, „Katie“ auf die Lippen, „Hope“ auf die Lider, „Schmoogie“ auf die Wangen… Hinter jedem Produktnamen steht ein Wunsch, Gedanke oder Lieblingsmensch von Trinny. Vielleicht verbinden sich die geschmeidigen Texturen deshalb so harmonisch mit der Haut und hinterlassen, was der 58-Jährigen so wichtig ist: Glow, Glow, Glow… thank you, Trinny, what an inspiration you are!

Fotos: Faust & Lockstein
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08.06.2021

Blümerante Persönlichkeit

Mauerblümchen oder eher leidenschaftliche Selbstdarstellerin? Ursprünglich wurden Mädchen so blumig umschrieben, die unauffällig waren und nicht zum Tanz aufgefordert wurden. Sie verschmolzen quasi mit ihrer Umgebung. Wir bewundern unser Mauerblümchen. Es hat sich von der Masse abgehoben, clever ein geschütztes Plätzchen gewählt, Wurzeln geschlagen und ein buntes Leben begonnen. Im Gegensatz zu seinen vulnerablen Artgenossen im Topf, kann es für sich selbst sorgen und ist nicht von der Gießkanne der unzuverlässigen Gärtnerinnen abhängig. Ganz natürlich und nonchalant beweist unser Mauerblümchen Resilienz – und liegt damit voll im Trend. Das ist echte Flowerpower!

Fotos: Susanne Faust

29.04.2021

Ocean's Two

So lange waren wir noch nie – nicht auf Reisen. Unterwegs zu sein, Neues zu sehen und Überraschungen zu erleben, ist für uns beide ein Lebenselixier. Im Büro verreisen wir gerade oft in Gedanken und erzählen von unseren Highlights. Normalerweise bleibt immer eine von uns in Hamburg, damit der Laden läuft. Okay, zusammen büxen wir schon mal für einen Tag aus, aber für eine ganze Woche muss es schon was zu feiern geben. 15 Jahre Faust & Lockstein waren ein triftiger Grund, uns treiben zu lassen.

Los ging’s in Miami und dann auf die Florida Keys. Alles schön von uns gemeinsam organisiert.
Dass Spielraum von spielen kommt, hatten wir vergessen. Bis zum dritten Tag. Er begann, wie geplant, mit einem Trip in die Everglades. Wir wollten mal Bernhard-und-Bianca-mäßig mit einem Airboat über die Sümpfe fliegen. Als wir ankamen, begann aber gerade „The Great Alligator Show“. Why not? Der Echsen-Meister sah gut aus – von weitem – und wir nahmen auf der Tribüne Platz. Aus der Nähe betrachtet war das Ganze dann irgendwie so zirkushaft traurig, dass der ganze Ort schlagartig seine Magie verlor. „Du, ich war noch nie in Key West“, war Carolins Kommentar zur Show. „Ich schon zwei Mal, aber komm, wir fahren hin“, ließ sich Susanne sofort anstecken.

Der Roadtrip begann um 12 Uhr im Everglades National Park. 340 Kilometer, gut die Hälfte davon auf dem schönen Overseas Highway No. 1. Wir tankten unseren Ford mit Fuel unleaded auf – und uns mit einem Sixpack Bud Light. Wir nannten es Fahrbier, in dem festen Glauben, dass es wegen „light“ weniger Promille hat (stimmt nicht). Die Fahrt machte immer mehr Freude und die Musik auf unserem Lieblingssender WKLG 102.1 wurde immer besser. Die Sonne stand schon tief, als wir in Key West ankamen – und uns im Auto ein frisches Outfit verpassten. Wir schlenderten am Hemingway House vorbei zum „Southernmost Point Continental USA“ und stellten uns für das typische Touristenfoto an der Betontonne an. Und weil uns das viel zu lange dauerte, entstand das Bild schließlich auf der Rückseite des Wahrzeichens. Wir waren im Flow, erreichten punktgenau den Mallory Square, wo sich jeden Abend alles zur „Sunset Celebration“ versammelt, was nicht schon in den Bars versackt ist.

Der Gedanke an die vierstündige Rückfahrt stresste uns kein bisschen. Nach dem Bummel über die wuselige Duval Street mit Live-Bands in jeder Kneipe, beklatschten wir noch eine Folk-Sängerin und öffneten im Auto die letzten beiden Bud Lights (bitte nicht nachmachen) – der Trip zurück nach Islamorada verging mit Gesprächen über die Kostbarkeit eines solchen Tages wie im Fluge. Wir ahnten schon, dass er uns ewig in Erinnerung bleiben wird. Inzwischen wissen wir, dass an einem Tag mehr Leben stattfinden kann als in einem ganzen Jahr (mit Corona). Also alles eine Frage der Biersorte?

Fotos: Susanne Faust, Carolin Lockstein

16.09.2020

Sommer-Wehmut

Mitte September. Noch einmal 28 Grad. Das letzte Mal? Auf jeden Fall fühlen sich diese 28 Grad anders an als die vor einem Monat. Da brannten sie auf der Haut und es lag die Möglichkeit von noch mehr Sommer in der Luft. Jetzt schwingt ein bisschen Wehmut durch das gelber gewordene Licht, Laub raschelt unter den Sandalen auf dem Weg zum Eisladen. Das letzte Eis? Vielleicht. Auf jeden Fall setzt es ein Gespräch in Gang. Über das, was war und das, was kommt.
Carolin: Ich habe schon Horror vor dem Winter. Die Aussicht auf Dunkelheit und Kälte macht mich jetzt schon fertig. Am liebsten möchte ich ab November schlafen, Weihnachten kurz aufwachen und dann bis März weiterpennen.
Susanne: Ich freue mich schon auf die Kälte, das Dunkle und vor allem auf die Ruhe. Der Sommer macht mich so unruhig. Laue Abende setzen mich unter Druck. Ich kann nicht zu Hause bleiben, weil ich Panik kriege, etwas zu verpassen. Und motiviere alle Freunde, mit mir irgendwo draußen herumzusitzen und Rosé zu trinken. Und ich schlafe auch schlechter.
Carolin: Ich muss nicht jede Minute ausnutzen. Mir geht’s schon gut, wenn ich weiß, dass es draußen schön ist. Ich will nicht, dass dieses Gefühl jetzt aufhört. Und diese Leichtigkeit geht.
Susanne: Ein Horror für mich wären konstante 25 Grad...
Carolin: …herrlich.
Susanne: Keine Jahreszeiten zu spüren, ist doch langweilig. Und das höchste der Gefühle für mich ist es, wenn spät abends Schnee fällt, die Stadt ganz leise und hell wird. Und jeder Schritt unter den Sohlen knirscht.
Carolin: Super, das passiert hier alle fünf Jahre einmal. Das finde ich dann auch schön.
Susanne: Ich spüre es schon, wir kriegen einen super Winter. Die Alster wird zufrieren und ich werde Schlittschuh laufen.
Carolin: Ich wette auf Matsch und gelben Schnee.
Susanne: Komm, wir essen noch ein Eis. Das letzte in diesem Sommer. 

Fotos Susanne Faust, Carolin Lockstein, Zeit Magazin

20.08.2020

Alles so schön bunt hier

Der erste Pressetermin seit dem 9. März – und dann auch noch so dufte! Wir sind berauscht von den aufgesprühten Neuheiten aus dem Hause Nobilis (http://www.nobilis-group.com ). Schuh-Guru Jimmy Choo veredelt nicht nur die Füße. Seine Düfte in den schweren, geschliffenen Glasflakons machen den Auftritt noch effektvoller. Und wer, bitte, möchte nicht diesen roten Nagellack im Bad stehen haben? Und den XL-Diffuser von Etro, der sich immer neu befüllen lässt und deshalb zur Langzeit-Beziehung wird. Er kommt im stoffbezogenen Karton, der ebenfalls bleibt und mit ca. 150 Euro ist das Designobjekt erstaunlich erschwinglich. Überraschend: Der neue Duft von Bond No. 9. Tribeca verströmt eine cremige Haselnuss-Note. Es muss also irgendwo ein Haselnussbaum stehen im Triangle below Canal…

Fotos: Susanne Faust, Carolin Lockstein

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18. Juni 2020

Antikörper

Wir haben das Ergebnis schon seit ein paar Tagen, waren aber zu enttäuscht, um es zu verraten. Jetzt kann man sich noch nicht mal mehr auf sein schlechtes Gefühl verlassen! Kein einziger Antikörper kreist in unserem  A-positiven Blut (beide, wir sind tatsächlich Blutsschwestern). Wenn sich der Februar-Infekt schon so mies anfühlte, wie sieht’s dann bei erst bei Corona aus? Darüber möchten wir gar nicht länger nachdenken. Zum Glück gehen uns die Themen nicht aus, über die wir uns Gedanken machen. Für welchen Test sollten wir uns als nächstes in den Finger pieksen? Vitamin D? Histamin? Schwarzbier-Intoleranz? Gummi-Allergie? 

Fotos: Susanne Faust; Unbezahlte Werbung durch Verlinkung, Firmennennung im Bild und/oder im Text

10. Juni 2020

Blutsschwestern 

Also, wir glauben ja, dass Ende Februar Corona bei uns im Büro für schwerwiegende Schlappheit
sorgte – bevor von Pandemie die Rede war. Beide jammerten wir über Halskratzen, fühlten uns matt, unkonzentriert und blutleer. Carolin tippte auf Burn-out, Susanne bemerkte eine gravierende Geschmacksveränderung (keine Zigarette mehr seitdem, da die letzte schmeckte wie eine angezündete Plastiktüte). Irgendwann verschwanden die Symptome und die gesunde Energie kehrte ins Büro zurück.
Dann kam der Lockdown und heute wollten wir es wissen – und machten einen „Coronavirus Antikörper Test“ aus der Apotheke. Zum Arzt wollte nämlich keine von uns. Deshalb investierten wir 69 Euro in die pure Neugier.
Susanne kostete die Selbstverletzung etwas Überwindung. Dann der Pieks mit der Lanzette und Tropfen für Tropfen floss das Blut aus dem linken Ringfinger in ein kleines Röhrchen. Carolin: „Mein Körper gibt nichts her.“ Irgendwann hatte auch sie kapiert, dass das Blut nur läuft, wenn es nicht gegen die Schwerkraft fließen muss, sondern der Finger ruhig unterhalb des Herzens angezapft wird. Aktuell reisen unsere Blutproben in einem Plastikumschlag (Gebühr zahlt Empfänger) zum Hamburger Unternehmen Cerascreen www.cerascreen.de.
Der Bluttest funktioniert nach der Elisa-Methode (Enzyme Linked Immunosorbant Assays). Unsere mühsam gewonnenen Proben werden in einem zertifizierten medizinischen Labor auf Antikörper gegen Sars-CoV-2 getestet. IgG-Antikörper bilden sich ungefähr eine Woche nach der Infektion und sind nach etwa drei Wochen im Blut nachweisbar. Deshalb lassen sich mit diesem Test nur überstandene Infektionen nachweisen. Die Auswertung und Benachrichtigung gibt es 12 bis 48 Stunden nach Laboreingang per E-Mail. Wir sind gespannt. 

Fotos: Carolin Lockstein, Susanne Faust

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24. April 2020

Der Lippenstift-Index

Ab Montag ist Mundschutz- bzw. Maskenpflicht. Und was passiert jetzt mit den Lippenstiften? Sie haben sich bislang in Krisenzeiten als wirtschaftliche Stabilitätsfaktoren für die Kosmetikbranche erwiesen.

Neben Dax und Dow Jones gibt es nämlich ein unglaublich weibliches Signal, das Wirtschaftsexperten verrät, wie es um die Konjunktur steht: Den Lippenstift-Index. Leonard Lauder, Chef des Kosmetik-Konzerns Estée Lauder, bemerkte als erster, dass Frauen Krisen von den Lippen abzulesen sind: „Unser Lippenstift-Absatz schoss nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 rasant in die Höhe.“ Die Erklärung: „Lippenstifte sind ein persönliches Wohlfühl-Utensil. Ein kleiner Luxus, den sich jede Frau leisten kann.“ Dieser Trend hat sich in Deutschland in jeder Krise bestätigt. Zum Beispiel auch in der Finanzkrise 2008. Als die Banker blass um die Nase wurden, haben die Ladies kräftig Rot aufgelegt.

Und nun verlieren diese Accessoires ihren Wert als inoffizielle Konjunkturindikatoren, weil knalliges Rot und Mundschutz sich nicht vertragen. Überhaupt sind schöne Lippen die Verlierer der Maskenpflicht. Es gibt noch keine offiziellen Zahlen, aber: Wahrscheinlich löst jetzt der Pflegemasken-Index den Lippenstift-Index ab. Unter #selfcare posten die Homeofficer ihre Lust an der persönlichen Maskenpflicht. Sheet-Masken und Cremeschichten in allen Farben sind Indikatoren, dass sie in der Coronakrise mit heiler Haut davonkommen wollen. Dieser Trend ist auch an unserem Mülleimern abzulesen. 

Foto: Susanne Faust

23. März 2020

The Show must go on!

Es so still. Nicht nur draußen, wo sich sonst im Falkenried die Autos durch Weghupen freie Fahrt zu verschaffen. Drinnen ist die Stille hörbar. Kein Tastatur-Geklapper, kein schwungvolles Nachgießen des Tees, kein Gefluche, weil ER nicht macht, was ihm befohlen wurde. ER heißt der Computer von Carolin.

Nach 20 Jahren sind wir nun unfreiwillig 20 Kilometer voneinander getrennt. Susanne im Büro, das nur 5 Minuten von ihrer Wohnung entfernt liegt, Carolin zu Hause in Reinbek. Und wir stellen schon nach wenigen Tagen fest, dass wir ein eingeschworenes Team sind. Das schnelle Rüberrufen, z.B. „du draußen ist die Luft so rein, dass ich sie am liebsten essen möchte“ ist eben etwas anderes als zu telefonieren. Wann können wir wieder zusammenarbeiten? Ungewiss. Und diese Ungewissheit ist unangenehm. Aber gerade am Telefon waren wir uns sicher: Es wird alles super.

So lange Carolin hat das Saunahäuschen zum Büro umfunktioniert und wird von Brack, dem Hund, bewacht. Susanne füllt ihre Pausen mit Songs wie: „All by myself“ von Eric Carmen und singt laut ausdruckstanzend mit. Und jetzt alle:

All by myself
Don't wanna be
All by myself
Anymore 

Fotos: Carolin Lockstein, Susanne Faust

06. Januar 2020

Love Parade

Tiefe Zuneigung zeigten unsere Frühlingsboten am ersten Tag der ersten richtigen Woche von 2020. Der Jahreswechsel im eiskalt verlassenen Büro ohne die stressigen Vibes aus dem Nachbarzimmer ist ihnen gut bekommen. Für uns fangen die goldenen Zwanziger also dufte an. Manche können Hyazinthen ja nicht riechen. Aber sie stehen für Neubeginn und Liebe – und daran glauben wir.

Foto: Susanne Faust

27. Dezember 2019

Glücksmomente

In dieser Dose steckt die Essenz von ca. 500 „Asia Imbiss Kim“-Gerichten. Sie waren in unserem
früheren Büro ein Highlight des Tages, trotzdem fieberten wir dem Ende der Mahlzeit entgegen, um mit einem Knack den geschenkten Glückskeks zu öffnen. Die Botschaften nahmen wir so ernst, dass sie
mit umgezogen sind. Heute haben wir sie beim klar Schiff machen für 2020 gefunden und prompt mit dem klar Schiff machen aufgehört. Weil die Erinnerungen stärker waren als der Putzdrang. Am besten
gefiel uns: „Durch Ihr Geschick kommt Ordnung in den Laden“. Wer muss da noch aufräumen?
Wir wünschen allen einen guten Endspurt und einen knackigen Start ins Neue Jahr. Unser Vorsatz: Mal wieder bei „Asia Imbiss Kim“ vorbeifahren und eine Portion Glück bestellen!  

Foto: Susanne Faust

05. Dezember 2019

Die Wiederentdeckung der Zeit

Oha. Schon wieder so lange nichts gepostet. Es war doch gerade noch Oktober. Wieso rast die Zeit so?
Diese Frage beschäftigt uns seit Menschengedenken. Naja, fast. Unsere Vorfahren hatten einfach keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Heute ist dieses Phänomen gut belegt, lässt sich psychologisch –
und an einem Rechenbeispiel erklären: Wir sind einfach nicht mehr 10. Für Zehnjährige ist ein Jahr ein Zehntel ihrer Lebenszeit, für Fünfzigjährige nur ein Fünfzigstel. „Dazu kommt, dass die Zeit uns im Rückblick umso länger erscheint, je mehr passiert“, sagt Zeitforscher Karlheinz Geißler, der noch rasanter lebt –
er ist 75. In dem Alter erlebt man nicht mehr so viele erste Male, die im Rückblick als Ankerpunkte für das Gefühl sorgen „so viel passiert, aufreeegend!“ Erstes Haustier aus dem Tierheim abgeholt, erstes Mal mit einem gebrochenen Arm im Krankenhaus, erste Liebe gewonnen und verloren, erster Sex im Zelt… Langweilige Zeiten erscheinen dagegen in der Erinnerung kurz. Dann werden uns die letzten drei Monate des Jahres 2019 sehr lang vorkommen in der Rückschau. Neue Kunden, für die wir zum ersten Mal ganz neue Projekte realisiert haben. So viel passiert, aufreeegend!

Foto: Carolin Lockstein, die unseren Läufer als fliegenden Teppich durch die Zeit festgehalten hat

11. Oktober 2019

Duftreisen

Seine Frau hat er zwischen Himmel und Erde kennen gelernt, in einem Lift in Paris. Mittlerweile schwebt der Ire John Molloy auch im Alltag – auf dem fliegenden Duftteppich seiner Memo Parfums (http://us.memoparis.com/en/). In jedem Flakon stecken Erinnerungen an Reisen, die er mit seiner Frau Clara erlebt hat. Carolin war hin und weg von „Inlé“. Die Stadt in Burma gibt der Komposition aus „Osmathus
in einer Wolke aus Tee“ ihren Namen. Gleich nach dem inspirierenden Event googelte Susanne den Ort „Tamarindo“ in Costa Rica, weil sie dem Duft aus Ananasblüte, Vanille, Kardamon und Bergamotte
folgen möchte (https://www.ausliebezumduft.de/duefte/memo.html). Die Kreativität der Molloys ist berauschend: Die Duftkerzen senden Signale aus feinsten Porzellantassen zum „Tea for Two“,
gekaufte Flakons werden in ein bunt bedrucktes Tuch gehüllt… Für einige Parfums hat John Malloy eine ungewöhnliche Testmethode entwickelt: Sie werden als Tattoo auf die Haut aufgebracht und verströmen
ihre Aromen fast eine Woche lang.

Fotos: Faust & Lockstein

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20. Juni 2019

Von Susanne Faust

Pretty Flamingo

Gestern ist ein Flamingo in unser Büro eingezogen – und färbt den Joballtag rosarot. Carolin meinte:
„Er ist das Beste an dieser ganzen Scheißwoche.“ Der lustige Vogel ist mit mir auf dem Rad vom Abend-Event „Visit Florida“ nach Hause gefahren, weil ich ihn PR-Manager Manuel Kalleder von LMG aus dem Kreuz geleiert habe (https://www.lmg-management.de). Es gab nämlich nach traumhaften Bildern und Erzählungen über die Destination eine Verlosung: 2 Wochen Florida für 2 Personen „mit alles“ (Glückwunsch an die Kollegin von Couch). Für eine Sekunde dachte ich, meinen Namen gehört zu haben und riss schon die Arme hoch. Damit diese Geste nicht ganz umsonst war, brauchte ich dringend einen Flamingo aus der Deko. „Nimm mit“, sagte Manuel sofort – und ich zog selig mit meinem würdigen Trostpreis ab, der meine Gedanken
jetzt täglich nach Florida reisen lässt. Übrigens: Der neue Freund braucht nur drei kleine Batterien, um rosa zu leuchten. Seine lebendigen Kollegen müssen gegen das Verblassen jede Menge Algen fressen, die das Carotinoid Astaxanthin enthalten.

Foto: Susanne Faust

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12. und 13. Juni 2019

Einfach jünger werden

Wir werden täglich jünger. Das haben wir am Rande der Publisher Business Conference (PBC)
in Hamburg erfahren. Das, was wir in der vergangenen Zeit für einen Nachteil unseres Jobs hielten, scheint in Wirklichkeit ein Vorteil zu sein. Als Journalistinnen müssen wir uns ständig neu erfinden. Das ist
anstrengend, aber: Veränderungen halten das Gehirn beweglich und das Leben bleibt am Puls der Zeit. Zum Glück können wir aber weiter auf unser Lieblingspferd Print setzen. Da ist sich der Kollege Oliver Wurm sicher, dessen Vortrag eine echte Show war – und wirklich inspirierend (http://oliverwurm.de). Der Journalist und Self-Publisher ist als Junge nicht vom 10-Meter-Brett gesprungen, bereut seinen Rückzug über
die Leiter bis heute und hat sich geschworen: „Ich springe jetzt immer, auch ins kalte Wasser.“ Jeder Idee gibt er eine Chance. In einer schlaflosen Nacht im Hotel griff er in seiner Not zum Neuen Testament
in der Nachttischschublade und stellte fest: Johannes Gutenberg konnte nicht layouten. Wurm kannte jemanden, der es kann und so entstand „Das Neue Testament als Magazin“. Lesbar. Sein jüngster
Scoop „Das Grundgesetz als Magazin“ hält sich rechtschaffen in den Kiosken. Weil auch er sich so unverschämt gut verkaufte, lies PBC-Gründer und Organisator Michael Siegler
(https://publisher-business-conference.de) ihn überziehen. Stefan Ottlitz, Leiter der Produktentwicklung beim Spiegel, bot den perfekten Anschluss mit seiner Analyse, wie Medienschaffende sich
weiterentwickeln können. Wir mochten auch den selbstironischen Martin Schulz in der Diskussion mit dem Politikchef Stefan Schmitz vom Stern. Der von der öffentlichen Meinung nicht zimperlich behandelte
Politiker gab Fehler in der Kommunikation mit den Wählern zu und formulierte die Konsequenz: „Das ist jetzt kein Problem mehr, mittlerweile können wir ja jeden Wähler persönlich ansprechen...“

Fotos: Susanne Faust, Carolin Lockstein

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29. Mai 2019

Amanda trifft immer den richtigen Ton

Die Kosmetikmarke PIXI kann happy sein, dass sie eine Botschafterin wie Amanda Bell hat. Ihr britischer Humor ist so erfrischend wie die neue Vitamin C-Gesichtspflege mit Grapefruit-Duft (www.pixibeauty.com). Eigentlich schminkt Amanda nur Models. Heute zeigte sie uns Tricks, wie jede Frau mit wenigen Pinselstrichen so aussehen kann, als hätte sie traumhaft geschlafen und danach Stunden vor dem Spiegel verbracht. Susanne hätte nie gedacht, dass ein rötlicher Kupferton am unteren Wimpernrand ihre grünen Augen leuchten lässt – und nicht an ein trauriges Kaninchen erinnert.

Fotos: Susanne Faust, Carolin Lockstein

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27. Mai 2019

Lovely Lunch

IsaDora entstand 1983 nach nächtlichen Diskussionen an einem Küchentisch in Malmö. Dank ihrer
Eltern, Ingrid und Ingvar, ist die Kosmetikmarke in Schweden so bekannt wie das Billy-Regal. Alle zwei Monate kommen neue Farben: Lippenstifte, Nagellacke, Lidschatten, Kajalstifte, Rouge und Co. berauschen mittlerweile Frauen in mehr als 40 Ländern. Den Herbst-Look testeten wir heute in Hensslers Küche, die mit viel Liebe von PR-Frau Stefanie Flötgen (https://pr-sf.de) dekoriert war. Die Farben konkurrierten
mit den Pfingstrosen und der schwedische Make-up Artist Martin entließ uns alle mit einem Glow in die zweite Tageshälfte.

Fotos: Susanne Faust, Carolin Lockstein

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24. Mai 2019

Was ist eigentlich los auf Wolke Sieben?

Wir fliegen gleich ins sonnige Wochenende und sind auf Wolke Sieben. Wieso eigentlich ausgerechnet auf
der siebten? Eine mögliche Antwort darauf steht im zweiten Brief des Paulus an die Korinther: Demnach ist der Himmel aus verschiedenen Schichten aufgebaut. Und ganz oben, eben in der siebten Himmelsetage,
soll Gott mit den Engeln leben. Lange Zeit war der siebte Himmel international das höchste der Gefühle. Bis die Amerikaner, na klar, in höhere Gefilde aufstiegen. Dort bewegen sich die Glücklichen auf „Cloud Nine". Manche vermuten, der Aufstieg habe etwas mit der Einteilung von Wolken durch das amerikanische Wetterinstitut in zehn Kategorien zu tun: Wolken der Kategorie 9 sind Kumulonimbuswolken, die bis in höchste Höhen der Atmosphäre reichen können. Aber uns ist die Luft da zu dünn...

Foto: Susanne Faust

16. Mai 2019

Johnny BEE Good

Unser Garten sieht wild aus, bewusst. Stadtvögel zwitschern zwar lauter als Waldvögel, um den Verkehr zu übertönen, trotzdem ist es tierisch leise geworden. Vor der Bürotür torkeln weniger Bienen von Blüte
zu Blüte und es haben sich auch schon mal mehr Fliegen – und Spinnen – ins Büro verirrt. Wir wollen den Flugverkehr erhöhen und nutzen die nächste Regenpause, um bienenfreundliche Samenmischungen auszusäen (danke Christiane Hupfeld von Kevin Murphy, www.belludio.de). Wir hoffen, dass unser
kleiner Garten bald noch wilder wird.

Fotos: Faust & Lockstein

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08. Mai 2019

Von Susanne Faust

Die richtige Dosis

Was hört jeder am liebsten? Genau, seinen Namen. Ich habe jetzt ein Serum, auf dem Susanne steht – und
im Bad gibt’s kein Vertun mehr. Es wurde nach einer dermatologischen Analyse auf meine Haut abgestimmt. Die Alchemie kommt aus einem Automaten: Eine für die Apothekenmarke SkinCeuticals (www.skinceuticals.de ) entwickelte Zentrifuge komponiert das individuelle Serum aus bis zu zwölf Aktivstoffen. Im Moment steht das einzige Gerät im Frankfurter Beauty-Institut Bellari (https://www.bellari.de), wo die Neuheit vorgestellt wurde. Ab September mischen ausgewählte dermatologische Praxen das persönliche Serum Custom D.O.S.E für alle, die ihre Haut maßgeschneidert pflegen möchten. Zum Serum habe ich jetzt auch eine zauberhafte Zeichnung von mir. Innerhalb weniger Minuten hat mich die bekannte Illustratorin Kera Till (http://keratill.com) skizziert. Sonst setzt sie ihre filigranen Striche eigentlich nur für Mode- und Beautymarken wie Hermès, Ladurée, Lancôme und Magazine wie die Vogue an. Vielleicht sehe ich, wenn das Fläschchen leer ist, ja wirklich so aus... 

Fotos: Susanne Faust, Illustration: Kera Till

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07. Mai 2019

Nichts für Lebensmüde

Das Leben ist schön. Besonders bei blauem Himmel mit einem Cocktail auf der Terrasse der Owner's Suite des Hamburger Westin Hotels. Cheers! Wer kommt da schon auf dumme Gedanken? Unglücksfälle in Hotels sind beim Presse-Event von Lili Lorenz PR (www.lililorenz-pr.de) neben den Mundduschen von Waterpik das Gesprächsthema: Whitney Houston, Uwe Barschel, Janis Joplin, Michael Hutchence, John Belushi, Coco Chanel, Oscar Wilde (seine letzten Worte sollen angeblich gewesen sein: „Entweder die scheußliche Tapete geht oder ich“)... Da das Bogenfenster auf der Terrasse rund 110 Meter über der Elbe immer geöffnet ist, möchte das Management vom Westin lieber auf Nummer Sicher gehen und lässt den zahlenden Gast eine Erklärung unterschreiben, dass er nicht beabsichtigt, sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Für alle, die wirklich lebensmüde sind, wirkt das Papier genauso abschreckend wie das Einreiseformular in die USA für Touristen - wer kreuzt da schon an, Waffen, Drogen oder ein Tier dabei zu haben? 

Foto: Carolin Lockstein

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18. April 2019

Duftnoten

Nichts lässt unsere Erinnerungen so lebendig werden wie Düfte und Musik. Ein paar Noten reichen und die Zeitreise der Gefühle beginnt. Die V-Monkeys, ein italienisches Geschwisterpaar aus Florenz, kreieren „Tickets to ride“. Sie lieben Musik, vertonen sie in Flakons – und haben dafür den einzig logischen Namen gewählt: Jusbox (https://www.jusboxperfumes.com/fragranze). Die Zutaten der Parfums erzählen die Geschichten von Musiklegenden. In Milliliter ist der Inhalt immer gleich: 78, das entspricht der Drehzahl der ersten Schallplatte. Der Verschluss ist, na klar, eine Scheibe aus Vinyl. Nach Kompositionen, die u.a. von Aretha Franklin, Kurt Cobain, Bob Marley und Pink Floyd inspiriert sind, legen Andrea und Chiara jetzt mit „Siren & Sailors“ eine neue Platte auf, die Amy Winehouse gewidmet ist. Ein berauschender Mix aus fruchtig-orientalischen Noten, abgerundet mit Rum und Whiskey. Ach, Amy, du fehlst uns...

Fotos: Susanne Faust

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11. April 2019

Von Carolin Lockstein

Falsch verbunden 

Gestern kam ein deutliches Signal aus GB - ein Glätteisen, das ab sofort auch kontinentales Haar in Schwung bringen soll. Das Test-Gerät erreichte uns quasi zeitgleich mit der Nachricht vom erneuten Brexit-Aufschub. Die Claims auf der Verpackung (nur auf Englisch) stimmten uns optimistisch für die Zukunft: extra langes Kabel (für mehr Bewegungsfreiheit vor dem Spiegel), variable Temperatur-Einstellung (auch für feines Haar), automatische Sicherheitsabschaltung nach 60 Minuten (für Vergessliche)... Und über eine App reißt die Verbindung zu dem mattschwarzen Tool sogar von unterwegs nicht ab (wofür auch immer…). Klar durfte es mit nach Hause - und heute Morgen zeigen, dass es mehr drauf hat als das alte Eisen. Dazu kam es nicht. Denn am Ende des 125 Inch langen Kabels hängt ein dreipoliger UK-Stecker, der Haare jenseits des Kanals leider vollkommen kalt lässt...

Foto: Carolin Lockstein

03. April 2019

Von Susanne Faust

Why not?

„Why not?“ gehört seit jeher zu meinen Standards auf Fragen, die etwas mit Lebenslust zu tun haben. Mein neues Lieblingswort: „Whynotski?“ Im Schauspielhaus brachte Rocko Schamoni diese neue Kreation bei der Lesung seines neuen Romans „Große Freiheit“. Er erklärte, dass sein Protagonist öfter als Gigolo einspringen musste, zeigte das Foto mit den Worten: „Whynotski? sagt sein Gesichtsausdruck...“ On top gab der Autor eine Einführung in die Geheimsprache der Luden. Nicht nur sprachlich ein total kurzweiliger Abend.

Foto: Susanne Faust

02. April 2019

Die Schönheit des vergessenen Essens

Die Artischocke ist nichts für Schnellesser oder den schnellen Hunger. Fast eine Stunde vergeht, bis sie weichgekocht ist, dann dauert es ewig, den fleischigen Teil Blatt für Blatt mit der unteren Zahnreihe abzuziehen. Und deshalb blieb diese Artischocke unbeachtet liegen. Bis diese neonvioletten Blüten auftauchten und sie sich als Deko-Star in den Vordergrund spielte.

Foto: Susanne Faust

26. März 2019

Frühstück mit Tiger

Ein Tiger kennt keinen Schmerz? Stimmt nicht. Er nimmt Verletzungen sehr ernst, sucht sofort die Naturapotheke auf – und wälzt sich in heilendem Asiatischen Wassernabel, deshalb auch Tigergras genannt. Die kresseartigen Blätter stecken voller antiseptischer, wundheilender Wirkstoffe, nebenbei festigen sie auch das Gewebe der Haut. Das interessiert den Tiger weniger, uns dafür umso mehr. Die koreanische Hautpflege-Marke Dr. Jart+ widmete dem Tigergras eine ganze Pflegelinie und die Agentur gossip+ (www.gossipplus.de) stellte die Neuheiten in Hamburg vor – mit Tigern, versteht sich.

Foto: Susanne Faust

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26. März 2019

Besuch von den Gimpels

Das Ehepaar Gimpel knackt am liebsten die Sonnenblumenkerne. Sie leben monogam und vegan, es sei denn, es kommt ihnen eine Mücke in die Quere – oder vielleicht ein schräger Vogel...
Dompfaffe sind übrigens keine großen Sänger. Ein „bit-bit“ muss reichen.
Wir verstehen das und befüllen das Futterhäuschen. Dazu passt übrigens der Song: „I Like Birds“ von den Eels.
https://www.youtube.com/watch?v=JwJr9Rniofc&list=RDJwJr9Rniofc&start_radio=1

Foto: Susanne Faust

Jeden Montag

Von Susanne Faust

Aufreger

Hamburg. Die Sprüche zum Wetter sind mir bekannt: „Regen ist, wenn die Heringe auf Augenhöhe vorbeischwimmen“, „Gegenwind formt den Charakter“ (ich finde als Radfahrerin ja, dass er den Hintern formt), „Solange es nicht regnet, ist das Wetter sehr gut“... Und da sind wir im Thema. Meine Beobachtung sagt: Montag Abend ist es selten sehr gut. Montag abends, wenn ich ca. 16 Kilometer mit dem Rad zum Sport fahre, öffnen sich die Schleusen – und zwar gegen 19 Uhr. Um 19.20 Uhr erreiche ich meist diesen Punkt, an dem man nicht mehr nasser werden kann. Aber:

Foto: unsplash

Übrigens, nach einem Anruf beim Wetteramt weiß ich:
Freitag ist der Tag, an dem es am häufigsten regnet: Seit dem 1. Januar 2000 gemessen, hat es diesem Lieblingstag an 27 Tagen mehr geregnet als an einem Montag. Ok. Verstanden.

12. März 2019

Entdeckungen des Tages

Das Buch „The Jewish-Japanese Sex & Cook Book and How to Raise Wolves“ hat heute für viel Freude im Büro gesorgt. Und unsere Fantasie angeregt, beim Preis von 795,21 Euro. Am besten ist die Rezension: „Das Buch ist zu teuer. Nun habe ich es gekauft, kann mir aber keinen Wolf mehr leisten.“ Auch ordentlich gelacht haben wir über: „Für meinen japanischen Freund und seine jüdische Freundin, die gerade einen Wolf adoptiert haben und ihr Sexleben ankurbeln wollen. Die Kochrezepte treffen leider nicht ganz ihren Geschmack“. Wir haben weitergestöbert und das „Leben mit einem großen Penis“ gefunden. Das empfiehlt ein Mann aus Hamburg, der es nur gekauft hat, um damit in der Öffentlichkeit aus der Masse hervorzustechen. Er will damit in der U-Bahn schon ein Date klar gemacht haben. Und natürlich hat jede von uns Katzenfans im Freundeskreis, die sich sicher freuen über „How to Talk to Your Cat About Gun Safety and Abstinence, Drugs, Satanism and Other Dangers That Threaten Their Nine Lives“.

08. März 2019

Die Schläfer

Sie liegen wie tot in der Box, 30 Stück kosten nur 2,95 Euro und dann erwachen die Osterglocken innerhalb von zwei Tagen zum Leben. Wenn es ganz still ist, ist fast ein Eröffnungs-Plopp zu hören...

27. Februar 2019

Der Yippie-Tag

Die Wetter App ist die dritte Kollegin im Büro. Sie schickt uns regelmäßig vor die Tür. Und wir trauen uns nicht, ihr zu widersprechen. Denn sie meint es gut mit uns: Frische Luft bringt im Job neue Ideen.
Für den 27. Februar zeigte sie mittags 16 Grad, Sonne. Wir waren um 8 Uhr die ersten auf dem Golfplatz in Moorfleet. Unser Pro David Entwistle erwischte uns am ersten Abschlag: „Heute Outdoor-Büro?“

27. Februar 2019

Himmelfahrt

Wer starr geradeaus auf die Anzeige blickt, hat selber Schuld. Die Aufzug-Fahrt ins Restaurant „Clouds“ (https://www.clouds-hamburg.de) in den tanzenden Türmen kann so himmlisch sein. Warum sind wir eigentlich immer alle so verklemmt im Fahrstuhl? Das liegt an der „Crowding-Situation“, in der wir Fremden näher sein müssen, als uns lieb ist. Dahinter stecken subtile Territorial-Ansprüche, die jeder von uns hat. Der Anthropologe Edward T. Hall hat sie schon 1963 entdeckt und die Distanzzonen vermessen. Die öffentliche Zone umfasst einen Abstand von 3,60 Meter, die soziale Zone 1,20 bis 3,60 Meter, die persönliche Zone 60 Zentimeter bis 1 Meter – und in der intimen Zone hält jemand gerade mal 60 Zentimeter Abstand aus. Sie ist dem Schatzi, Freunden und Familie vorbehalten. Im Aufzug, in der vollen U-Bahn oder an der Supermarktkasse empfinden wir das
„Auf-die-Pelle-Rücken“ als Bedrohung, aufdringlich, distanzlos – stülpen uns eine unsichtbare Glocke über den Körper und starren auf die Etagen-Anzeige oder auf den Boden.

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Foto: Susanne Faust

19. Februar 2019

Schwebezustand

Sie waren von Anfang an dabei. Quallen gehören zu den Tieren, die am längsten auf der Erde leben.
Seit etwa 670 Millionen Jahren schweben sie durch die Ozeane. An Land machen sie gerade als
Deko-Objekt die Welle. Besonders schöne Exemplare gibt es im neu gestalteten
25h Hotel Number One (https://www.25hours-hotels.com/hotels/hamburg) vor einer schwarzen Wand.
Übrigens: Alle 2500 Quallenarten bestehen zu 99 Prozent aus Wasser und haben weder Herz noch Hirn.
Na? An wen denken Sie jetzt?

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Foto: Susanne Faust

13. Februar 2019

Von Susanne Faust

Echte Geschenke

Meine engsten Freundinnen und ich schenken uns zum Geburtstag Zeit – mit Erlebnissen. Lauten.
Wir lieben es, auf Konzerte zu gehen. Das macht bei drei Freundinnen à zwei Geburtstagen sechs geschenkte Konzerte pro Jahr. Im Dezember gab es Tickets für Razorlight. Zwei Songs der Briten sind Hymnen für Vanessa (www.vanessamaas.com) und mich, die gern übermütige Küchenpartys einleiten. Wir sind absolut textsicher bei „Before I Fall To Pieces“ und „Who Needs Love“ (liebste Zeile: „who needs the disappointment of a telephone call?“).
Im Grünspan spielte die Band beide Songs hintereinander und wir waren – glücklich.
Und gefühlt in den Tropen. Band und Publikum (mehr Frauen) gaben alles. Sänger Johnny Borrell im
70th-Overall schwitze sein welliges Haar durch und sah nach zehn Minuten aus wie eine abgeleckte Katze, das hellgraue Shirt des Schlagzeugers wurde dunkelgrau. Nach zweieinhalb Stunden zeigte unsere Bewegungs-App: 13 678 Schritte. Der Zustand unterm T-Shirt bleibt ein Geheimnis.
Die kommenden Highlights: Kruder & Dorfmeister, The Kooks, Fun Lovin’ Criminals, Jamiroquai, Cigarettes after Sex, Weezer – und dann kommen im Juli und August die nächsten Geburtstage.

Foto: Susanne Faust

31. Januar 2019

Gucci Westman in town

Die Make-up Künstlerin kreiert die Looks von Jennifer Aniston, Gwyneth Paltrow und Cameron Diaz – und ist selbst ein Star. In Hamburg hat Gucci Westman gestern im Uzwei ihre eigene Produktlinie „Westman Atelier“ vorgestellt, die es ab sofort über niche-beauty.de (https://www.niche-beauty.com/de-de/) gibt.
Ihr persönliches Highlight ist der Highlighter, um dem No-Make-up Look den perfekten Glow zu geben.

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Foto: Susanne Faust

22. Januar 2019

Ein Schiff wird kommen 

Luftlinie sind es 200 Meter von unserem Büro bis zum ONO. Am liebsten würden wir täglich ein Sushi-Schiff in unseren Konferenzraum, der gleichzeitig Esszimmer ist, einlaufen lassen. Heute hat uns Carolin John von Rouge-PR (https://www.rouge-pr.de) aus München eingeladen: Ahoi!

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Foto: Susanne Faust

21. September 2018

Von Carolin Lockstein

Neue Rauchzeichen

Ich habe meine Freunde zum Rauchen noch nie vor die Tür geschickt. Sie tun es freiwillig. Bestehen geradezu darauf, der Nichtraucherin nicht das Wohnzimmer voll zu qualmen. Und weil ich es ungemütlich finde, Gespräche dafür zu unterbrechen, stelle ich mich dazu, in warmen wie in kalten Zeiten. Im Garten, auf dem Balkon, vor dem Restaurant: Ich rauche gern mit, wenn der Rauch mir nichts anhaben kann. Als vor einigen Monaten im Büro das IQOS-Zeitalter begann, war ich sofort Feuer und Flamme. Rauchen ohne Rauchentwicklung – mehr Win-Win geht nicht. Seit neuestem sorgt auch noch myBlu dafür, dass hier noch weniger dicke Luft ist als sonst. Mittlerweile gibt es fast keinen Grund mehr, zwischendurch mal vor die Tür zu gehen. Ganz ehrlich: Ein bisschen vermisse ich sie schon – meine Rauchpausen.

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20. September 2018

Das Taxi zur Hose

Lunch auf Einladung von Hollywood-Hairstylist Philip B. im Tarantella. Heute passt einfach alles. Selbst die Hose zum Schonbezug im Taxi, zeitgleich am Samstag zuvor gekauft, wie sich im Gespräch mit dem Fahrer herausstellt. „Sie hatten auch Kuhmuster“, erzählt er, „aber ich bin eher der Tiger“. Leopard, Tiger!

Foto: Carolin Lockstein

01. September 2018

Von Susanne Faust

Waldeslust

Ab Ende August bade ich im Grün, lange, bevor das japanische Waldbaden „shinrin yoku“ zum Trend wurde. Die Spannung steigt, wenn ich durch die moosduftende Kühle streife, den Blick schweifen lasse, Maronen, Ziegenlippen, Stein- oder Butterpilze entdecke. Nur eindeutige Funde kommen ins Körbchen und danach in die Pfanne. Ein kostenloser, unbezahlbarer Genuss. 

Fotos: Susanne Faust

09. Juni 2018

Heimspiel

Angekündigt werden wir zwar als Hamburger Autorinnen, aber unsere Heimat ist das „Nasse Dreieck“.
Carolin kommt aus Cuxhaven, Susanne aus Bremerhaven.
Wir freuen uns aufs Heimspiel und darauf, Familienmitglieder und alte Freunde zu sehen.

Eigenwerbung

12. April 2018

Flowerpower

Wir lieben es, wenn Uschi Hartlieb von Nobilis (https://www.nobilis-group.com) neue Parfums
vorstellt und dafür karge Räume erblühen lässt.
Die Dekoration ist immer mindestens genau so schön wie die duften Neuheiten.

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Foto: Susanne Faust

11. April 2018

Smells like Teen Spirit

Die Kerzen der Londoner Accessoire-Designerin Anya Hindmarch lösen einen Must-have Reflex aus.
Die von allen Seiten bedruckten Schachteln lassen sich immer wieder neu zusammensetzen und sind mindestens genauso interessant wie der Inhalt. Die Düfte verlangen eine Dosis Humor: Zahnpasta,
Kirsch-Lipgloss aus Teenie-Tagen, Babypuder, Sonnenmilch, Kaffee und Waschpulver - Anya verbindet
damit glückliche Erinnerungen.

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Foto: Carolin Lockstein

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